Granatapfel ist eine exotische, ursprünglich aus Mittelasien stammende Frucht. Der prachtvolle Laubbaum aus der Familie Weiderichgewächse fühlt sich auch bei uns im Mittelmeerraum wohl. Im Buddhismus zählt der Granatapfel neben den Pfirsich und Zitrone zu den drei gesegneten Früchten unserer Erde. Im Christentum symbolisiert er das ewige Leben und das fruchtbare Potenzial des menschlichen Geistes. Offenbar verbirgt diese rote Frucht neben ihrem wunderbaren Geschmack zahlreiche heilkräftige Inhaltsstoffe, weshalb ihr in der Arzneipflanzenwelt eine ausgesprochen große Bedeutung anerkannt wurde.

Medizinische Wirkungen des Granatapfels – Warum sind diese roten Kerne so wertvoll?

Die im Inneren des Granatapfels rubinförmigen Kerne gelten als die wahren Schätze. Neben den zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen (B-Vitamine, Vitamin E, Vitamin C, Eisen, Zink, Kalium, Magnesium) werden dort auch wichtige Spurenelemente nachgewiesen. Im Granatapfel sind unter anderem die sogenannten Polyphenole enthalten. Sie gehören zu den wertvollsten pflanzlichen bioaktiven Substanzen, die in Medizinsprache auch als Antioxidanten bekannt sind. Unabhängige Studien belegen, dass Polyphenole entzündungshemmend und sogar krebsvorbeugend wirken sollen. Den US-Forschern gelang unterdessen die wichtige Erkenntnis, dass die aus den Kernen des Granatapfels gewonnenen Polyphenole das Wachstum von Krebszellen in der Brustdrüse, Darm, Lunge Haut und Prostata verlangsamen. Weitere Inhaltsstoffe der Frucht, wie Anthocyane und Flavonoide, schützen die Körperzellen vor Zelloxidation und vermindern die Fettablagerungen in den Blutgefäßen. Somit könnte sich der regelmäßige Genuß des leckeren Granatapfels zusätzlich als natürliches Mittel gegen die Arteriosklerose erweisen. Es wurde festgestellt, dass sich nach einem etwa einjährigen Verzehr von Granatapfel bzw. Granatapfelsaft die Schicht der inneren Gefäßwand bei einigen Patienten mit Arteriosklerose um ganze 30% reduzierte. Schlussfolgernd können die Polyphenole als wirkungsvolles Mittel gegen den „schlechten“ LDL-Cholesterin dienen und vorbeugend gegen andere Gefäßverkalkungen eingesetzt werden.

Als Prävention gegen Prostatakrebs?

Wie bereits erwähnt, gelten die Inhaltsstoffe des Granatapfels als wahren Hoffnungsträger. Bis heute beschäftigen sich die Forscher in der Krebsmedizin aktiv mit dem Hemmungsgrad des sogenannten PSA-Wertes. Der PSA-Wert (ein prostataspezifisches Antigen) ermöglicht Rückschlüsse auf die Veränderung des Karzinoms. Es wird nachgewiesen, dass bei den Probanden, die täglich 250 ml Granatapfelsaft trinken, sich die PSA-Verdopplungszeit nachweislich verlangsamt. Zwar sind die heilenden Wirkungen des Granatapfels im Gebiet der Krebsforschung bisher noch nicht offiziell bestätigt, dennoch deuten einige Forschungsergebnisse bereits heute darauf hin, dass die wertvollen Inhaltsstoffe dieser sensationellen Frucht irgendwann in der Präventionsmedizin gegen den Prostatakrebs offiziell anerkannt werden.

Verjüngende Wirkungen des Granatapfels

Mediziner beobachten seit Jahren, dass der Granatapfel die Durchblutung verbessert und die Gefäße elastischer macht. Dadurch offenbaren sich weitere positive Effekte für das Kreislauf-System und den gesamten Organismus. Man bezeichnet den köstlichen Granatapfelsaft als eine verjüngende Tinktur für die schöne Haut und ein strahlendes, junges Aussehen. Das aus den Samen des Granatapfels gewonnene Öl soll die Zellenerneuerung und Kollagenproduktion anregen und für einen frischen, straffen Teint sorgen. Bei Männern soll der Granatapfelsaft die Potenz steigern und bei Frauen die Produktion lustfördernder Hormone anregen.

Darum sollte man täglich etwas Granatapfel essen

Granatäpfel sind unheimlich gesund und lecker. Wer von deren umfangreichen positiven Wirkungen profitieren möchte, sollte sie in die tägliche Ration mit empfohlener Dosierung aufnehmen. Dabei gilt Folgendes zu beachten. Nur der aus biologisch angebauten Früchten gewonnene Granatapfelsaft ist wirklich wertvoll. Er darf weder Zuckerzusätze noch irgendwelche Aromastoffe enthalten. Am besten eignet sich frischgepresster Saft aus biologisch angebauten Granatäpfeln. Eine weitere Frage ist: Wieviel Granatapfelsaft soll man am Tag trinken? Grundsätzlich ist der Granatapfelsaft wegen seines oft sauren Geschmacks in großen Mengen eher unverträglich. Als optimale Menge empfehlen sich deshalb max. 100 – 200 ml täglich.