Die Anwendungen der Aromatherapie und ätherischer Öle kennt man bereits aus dem Bereich der Schönheitsmedizin. Dass bestimmte ätherische Öle auch für die Stärkung der allgemeinen Gesundheit und das psychologische Wohlbefinden eingesetzt werden, sollte für viele ebenfalls kein Geheimnis sein. Die Natur beschert uns mit vielen Pflanzen, die wertvolle Öle enthalten. Ihre Eigenschaften können bei korrekter und gezielter medizinischer Anwendung echte Wunder bewirken. Einigen wissenschaftlichen Studien zufolge können bestimmte ätherische Öle beruhigende, pflegende und sogar gesundheitsfördernde Wirkungen entfalten.

Wie werden die ätherischen Öle hergestellt?

Die Herstellung biologisch natürlicher ätherischer Öle ist ein aufwändiger Prozess. Sie werden mithilfe von 2 Verfahren hergestellt: Destillation und Kaltpressung. Einige Früchte, Blüten und Blätter verschiedener Pflanzenarten dienen dabei als wertvolle Spender für medizinisch verwendbaren ätherischen Öle. Die meisten Aromaöle haben aufgrund der Destillation eine hohe Konzentration, sodass bereits 1-2 Tropfen ausreichen, um die gewünschten gesundheitsfördernden Effekte zu erzielen.

Anwendungsmöglichkeiten und Anwendungsmethoden von ätherischen Ölen in der Medizin

In der Medizin können ätherische Öle zur Behandlung von verschiedenen Krankheiten eigesetzt werden. Bestimmte ätherische Öle können effektiv gegen Bakterien, Pilze, Viren, Protozoen und diverse Parasiten eingesetzt werden. Sie haben antioxidative, entzündungshemmende und antimutagene Eigenschaften. Zwar kann dieses duftende Naturprodukt die traditionellen ärztlichen Behandlungsmethoden nicht komplett ersetzen, dennoch bieten einige Öle eine durchaus sinnvolle Ergänzung zu den klassischen Heilverfahren und werden in der Aromatherapie und Naturheilkunde längst eingesetzt. Viele Heilpraktiker empfehlen deshalb in der eigenen Hausapotheke einige der wervollen ätherischen Öle im Besitz zu haben.

Anwendungsmethoden

  • Inhalation

  • Kompresse

  • Nasentropfen

  • Massage/ Einreiben

  • Aromalampen

  • Bäder / Sitzbäder

WICHTIER HINWEIS: Beim Verwenden der ätherischen Öle können auch unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Darunter sind in erster Linie individuelle Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Stoffen gemeint. Besonders bei Allergikern, älteren Menschen, Schwangeren und Kleinkindern ist deshalb besondere Vorsicht und eine vorherige Beratung beim Arzt gefragt.

Vorteile durch die Verwendung von ätherischen Ölen

  • Aromatherapien helfen unter gewissen Voraussetzungen zum Stressabbau und Seelenfrieden

  • Bestimmte Öle können dank ihrer wertvollen Mikroelemente den Alterungsprozess des Körpers, insbesondere den der Haut verlangsamen

  • Es gibt Öle, die bei gynäkologischen Problemen, Entzündungen im Genitalbereich (Candidiasis) oder Mikroflorastörungen helfen

  • Einige Öle können zur Stärkung von Haaren und Nägeln eingesetzt werden

  • Ätherische Öle können toxische Einwirkungen blocken und die Arbeit einiger wichtiger Körpersysteme optimieren

  • Ätherische Öle können die Atemwege befreien und das eigene Wohlbefinden verbessern

WICHTIG: Jedes Öl hat grundlegende pharmakologische Wirkungen, deren Nutzen stark von der Zusammensetzung und Dosierung des Öls abhängt.

Diese Faktoren können die Wirkungen der ätherischen Öle beeinträchtigen

  • Geschlecht und Alter der Person
  • Art des menschlichen Nervensystems
  • Zustand des Anwenders (Müdigkeit, Reizbarkeit, Aufregung)
  • Zeitpunkt und Ort der Anwendung
  • Für einige Hauttypen sind bestimmte Öle ungeeignet

Die Verwendung von ätherischen Ölen bei diversen Erkrankungen

Die enorme Bedeutung der ätherischen Öle wurde bereits in alten chinesischen Schriften erwähnt. In der asiatischen Medizin werden deshalb einige von solchen Naturwundern auch heute noch gezielt gegen Herzschmerzen, Tachykardie-Anfälle und Herzrhythmusstörungen eingesetzt. In diesem Zusammenhang werden die aromatischen Öle von Ylang-Ylang, Lavendel, Orange, Jasmin und Geranie besonders hervorgehoben.

Bei Erkältungen können grundsätzlich Minze-, Teebaum-, Lavendel-, Eukalyptus-, Zitronen-, Thymian-Aromaöle in Form von Inhalation oder Nasentropfen verwendet werden.

Bei Ermüdung oder Schmerzen der unteren Extremitäten erweist sich Pfefferminze als äußerst effektiv und bewirkt nach kurzer Zeit deutliche Linderungen.

Für mehr Elastizität und straffe Haut kann man einige Öle mit der Lieblingscreme, Milch, Toner oder Gesichtsmasken kombinieren. Dadurch kann die Wirkung natürlicher Kosmetikinhaltsstoffe verstärkt werden. Es gibt Öle für jeden Hauttyp. Wichtig ist nur, die richtigen auszuwählen und in der richtigen Konzentration anzuwenden. Bei der Gesichtspflege werden häufig Blütenöle, Öle von Zitrusfrüchten und Koniferen bevorzugt.

Bei ungesunden und strapazierten Haaren können sich Shampoos und Haar-Balsam mit Lavendel-, Rosmarin-, Thymian-, Ylang-Ylang-, Orange- oder Teebaum-Öl als sehr wirksam erweisen.

Top 5 ätherische Öle für die strake Gesundheit

Ätherische Öle Wirkungen und Anwendung
Teebaumöl Das Teebaumöl Öl hilft beim Schutz vor Krankheitserregern, Viren und Bakterien. Bereits 1-2 Tropfen dieses Naturproduktes können der Immunabwehr der gesamten Familie einen ordentlichen Schub verleihen.

Zu Prävention, um die Luft im Haus zu desinfizieren und die Ansteckungsgefahr zu minimieren, kann man 5 Tropfen Teebaumöl in eine Aromalampe dazugeben. Bei Erkältung, Husten oder Bronchitis kann man 1-2 Tropfen Teebaumöl mit heißem Wasserdampf inhalieren. Die Prozedur sollte max.10-15 Minuten dauern.

Bergamotte-Öl Dieses Öl optimiert die Funktionen des Nervensystems, hilft bei Schlaflosigkeit und stabilisiert den Blutdruck. Das Öl hat eine positive Wirkung auf die Blutgefäße, verdünnt das Blut und senkt den Cholesterinspiegel. Beim Atmen des Bergamotte-Öls verbessert die Stimmung und das

Spannungsgefühl lässt nach. Bei Erkältungen kann man das Öl mit heißem Wasserdampf inhalieren. Bei laufender Nase wird empfohlen den Rücken, Nacken und Brust mit folgender Mischung einzureiben: 1 EL. ein Löffel Olivenöl und 3-5 Tropfen Bergamotte-Öl.

Maralpflanzen-Öl Die aromatische Maral Wurzel Tinktur unterstützt bei der Bewältigung von asthenischen und depressiven Erscheinungen und wird häufig bei Kraftverlust, Stress und Müdigkeit verwendet. Es reicht aus, vor dem Zubettgehen 1-2 Tropfen des Öls auf das Kissen zu träufeln, um morgens gut ausgeschlagen, erholt und aktiv aufzuwachen.

Das Maralpflanzen-Öl kann auch als eine effektive Anti-Stress-Therapie eingesetzt werden: 3 Tropfen Maralpflanzen-Öl und 2 Tropfen Avocado- und Lavendelöl mischen und anschließend im Bereich der Schläfen sanft einmassieren

Beruhigendes Bad: 3 Tropfen Maralpflanzen-Öl mit einem beliebigen Emulgator Ihrer Wahl (Milch, Sahne, Honig) beimischen und ca. 20 Minuten im warmen Bad einwirken lassen.

Eukalyptusöl Eukalyptusöl wird häufig zur Behandlung von Infektionen eingesetzt. Es lindert Entzündungen der Atmungsorgane und wirkt effektiv gegen Erkältungen. Dieses ätherische Öl wird außerdem oft zur Behandlung von Bronchitis und Grippe verwendet.

Die beste Anwendungsmethode sind das Inhalieren und Rachenspülungen. Vor dem Gebrauch werden 1-2 Tropfen Öl mit einem Löffel Milch / Honig vermischt und dann in einem Glas warmem Wasser verdünnt.

Um den Hals zu spülen, reichen 3 Tropfen des Eukalyptusöls. Die Anwendung sollte dabei alle 3-4 Stunden durchgeführt werden. Ätherisches Eukalyptusöl hilft zudem beim Fiebersenken. Dafür kann man 8-10 Tropfen Eukalyptusöl mit einem Löffel Olivenöl / normale Babycreme kombinieren und in den Rücken im Lungenbereich einreiben. Das Einmassieren hilft vor allem bei Husten und Verstopfung in den Bronchien.

Kiefernnadelöl Das Kiefernnadelöl wirkt entzündungshemmend, erleichtert die Atmung, lindert den Husten, fördert die Auswurfabscheidung, reduziert Entzündungen der Atemwege und normalisiert die Durchblutung der Lunge.

Hierfür mischt man 20 Tropfen des Öls und 30 ml. Olivenöl zusammen. Anschließend wird das Konzentrat in die Brust kräftig eingerieben. Beim starken Husten wäre die Inhalation vom Vorteil: Dafür gibt man 2-3 Tropfen Kiefernaromaöl ins heiße Wasser und atmet den Dampf 5 Minuten lang ein.

Das Kiefernnadelöl hilft außerdem den Körper zu entspannen und das emotionale Gleichgewicht wiederherzustellen. Durch das sanfte Einatmen der Öl-Dämpfe können Angstanfälle und Reizbarkeit reduziert werden. Dafür sollte man ca. 7 Tropfen Kiefernöl auf die Handflächen auftragen, kräftig verreiben und die Handflächen in geringem Abstand zum Gesicht aufrechthalten. Dabei atmet man tief ein, hält den Atem für 10 Sekunden an und atmet langsam wieder aus. Die Anwendung sollte mind. 10-15 min durchgeführt werden.

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