Die Unfruchtbarkeit kann sowohl eine Frau, als auch einen Mann betreffen. Etwa 15 Prozent aller Paare leiden heute unter einer ungewollten Kinderlosigkeit. Dabei können verschiedene Faktoren ausschlaggebend für einen unerfüllten Kinderwunsch sein. Bereits ab 40 Jahren beträgt die Erfolgschance bei einer Frau schwanger zu werden gerade mal 44 Prozent. Mit jedem weiteren Jahr gehen die Qualität und die Anzahl der Eizellen deutlich zurück. Auch bei Männern wird die Qualität der Spermien mit zunehmendem Alter und/ oder einer ungesunden Lebensweise negativ beeinträchtigt. Bleibt eine Sterilitätsbehandlung erfolglos, kann eine künstliche Befruchtung wieder Hoffnung auf einen Nachwuchs geben.

Das Millionen-Geschäft „Kinder aus der Petrischale“

Anstatt es immer weiter zu versuchen Kinder auf natürlichem Wege zu bekommen, oder empfohlene Therapien gegen die Unfruchtbarkeit zu machen, entscheiden sich viele Paare für eine künstliche Befruchtung. Sie stellt eines der erfolgsversprechenden Wege dar, unfruchtbaren Paaren zu einem gesunden Baby zu verhelfen, ohne viel Zeit für eventuell erfolglose Alternativverfahren gegen die Unfruchtbarkeit zu verlieren. Viele Millionen Kinder weltweit wurden bereits dank einer erfolgreichen künstlichen Befruchtung gezeugt. Die sogenannten Kinder aus der Petrischale machen heute ein Millionen-Geschäft in der Reproduktionsmedizin. Wer also nicht zu lange warten möchte, sollte bereit sein, tief in die Tasche greifen zu müssen.

Methoden der künstlichen Befruchtung

In der Reproduktionsmedizin werden im Rahmen einer künstlichen Befruchtung zwei international anerkannte Methoden eingesetzt – In-Vitro-Fertilisation (IVF) und intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI).

Bei der IVF-Methode werden bei der Frau die Eizellen entnommen und im Labor befruchtet. Im Rahmen dieses Verfahrens werden ca. 100.000 Spermien jeweils zu einer Eizelle künstlich dazugegeben. Auf diese Weise soll dem „besten“ Spermium der Weg in die Eizelle erleichtert werden.

Dank dem sogenannten ICSI-Verfahren können befruchtungsfähige Samenzellen eines Mannes direkt in die Eizelle einer Frau injiziert werden, sodass die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung deutlich steigt.

Bei den beiden Verfahren werden die Eizellen durch Hormonbehandlung gewonnen und außerhalb des Körpers befruchtet.

Erfolgschancen bei einer künstlichen Befruchtung

Je nach Verfahren kann die Chance auf eine Schwangerschaft zw. 30 und 70 Prozent pro Zyklus liegen. Dabei spielen solche Faktoren wie das Alter des Patientenpaares, hormonelle Ausgangssituation sowie verschiedene Erkrankungen und Vorerkrankungen eine signifikante Rolle. Zwar können die Erfolgschancen bei einer künstlichen Befruchtung deutlich schwanken, dennoch stellt dieses Verfahren oft die letzte und manchmal sogar die einzige Möglichkeit dar, sich den langersehnten Kinderwunsch zu erfüllen.

Beratungsgespräche und ärztliche Untersuchungen erforderlich

Wenn es mit dem Kinderkriegen nicht klappt, sind im Vorfeld eine Reihe ärztlicher Untersuchungen ein Muss. Eine künstliche Befruchtung sollte man niemals ohne vorherige Beratungsgespräche mit Spezialisten (Frauenärzten und Gynäkologen) in Erwägung ziehen.

Denn nur im Rahmen einer umfassenden Untersuchung kann der Aufschluss über die bestehende Situation gegeben und die möglichen Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit diagnostiziert werden. Ein Beratungsgespräch mit dem Arzt soll außerdem alle Risiken eines solchen Verfahrens offenlegen. Eine Frau in älteren Jahren kann trotz einer erfolgreichen künstlichen Befruchtung mit Komplikationen und Fehlgeburten rechnen. Auch die Wahrscheinlichkeit für Chromosomenschäden beim Ungeborenen ist im höheren Alter entsprechend größer.

Folgerisiken für das Kind durch künstliche Befruchtung?

Eine künstliche Befruchtung bleibt in den Mainstream-Medien ein umstrittenes Thema. Offenbar können die Verfahren der Reproduktionsmedizin Auswirkungen auf die Kindesentwicklung haben und seine Gesundheit im Verlauf des Lebens erheblich beeinträchtigen. Vermehrt wird über die Fehlbildungen und Folgeerkrankungen bei den Kindern aus der Petrischale berichtet. Laut einer französischen Studie sollen Kinder aus einer künstlichen Befruchtung zu Gefäßerkrankungen neigen sowie häufiger unter chronischen Erkrankungen leiden. Einer ICSI-Follow-up-Studie zufolge werden bei solchen Kindern oft Fehlbildungen im Verdauungstrakt sowie in Nieren und harnableitendem System beobachtet. Die Deutschen Mediziner warnen in diesem Zusammenhang vor unnötiger Hysterie. Ihrer Ansicht nach stellt eine künstliche Befruchtung nach wie vor die beste Methode für die Erfüllung des Kinderwunschs dar und verbirgt dieselben Risiken, wie bei einer auf natürlichem Wege initiierten Schwangerschaft. Keine der nachfolgenden Langzeitstudien konnte bisher einheitliche Ergebnisse zu chronischen Erkrankungen und Kinderkrankheiten infolge einer künstlichen Befruchtung liefern. Eltern mit gesundem Körper und gesundem Lebensstiel haben somit eine höhere Chance ein gesundes Baby zu bekommen, ganz unabhängig von der Art und Weise, wie diese Schwangerschaft zustande kam.

Geistig und körperlich vorbereitet sein

Bevor man sich für eine passende Methode der Reproduktionsmedizin entscheidet, sollte einem bewusst sein, dass selbst bei erfolgreicher Befruchtung die Fehlgeburtenrate trotzdem vorhanden ist. Das ist umso bitterer, weil die Partner meist sehr viel Emotionen, Hoffnung und Geld investieren. Deshalb ist es sehr wichtig, sich im Vorfeld auf diese Achterbahn der Gefühle geistig vorzubereiten. Eine professionelle Beratung und umfassende Informationen über die bestehenden Risiken können dabei einen Aufschluss geben und helfen, die kommende Zeit professionell zu meistern.

Der Gesundheitszustand von Paaren mit eingeschränkter Fruchtbarkeit soll ebenfalls auf Vordermann gebracht werden. In einem gesunden, funktionierenden und ernährten Körper hat ein Baby beste Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung und automatisch ein geringeres Risiko mit Gesundheitsschäden auf die Welt zu kommen.

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