Wenn das Knie zwickt, die Handgelenke schmerzen und die Hüfte mit unangenehmem Stechen auf sich aufmerksam macht, ist es die höchste Zeit sich näher mit diesen Beschwerden zu befassen. Empfehlenswert wäre es allerdings frühzeitig mit der Prävention zu beginnen und sich über Maßnahmen zu informieren, die es erlauben Gelenke langfristig vor Schäden zu schützen. Richtige Ernährung stellt in diesem Zusammenhang die entscheidende Vorsorgemaßnahme dar. In diesem Beitrag wurden hilfreiche Informationen zum Thema , Ernährung, Nährstoffversorgung und einer gelenkschonenden Lebensweise zusammengestellt.

Was unsere Gelenke brauchen

Gelenke werden von den meisten Menschen vernachlässigt. Erst wenn sie sich in Form von Schmerzen bemerkbar machen, wird ihnen Beachtung geschenkt. Doch wenn sich die ersten Anzeichen für Arthrose und sonstige Erkrankungen des Bewegungsapparats ankündigen, ist es für eine konsequente Heilung oft schon zu spät. Denn zerstörtes Knorpelgewebe, welches maßgeblich für die einwandfreie Funktionsweise von Gelenken verantwortlich ist, ist unwiederbringlich verloren. Um Gelenke schon in jungen Jahren richtig zu versorgen, muss zunächst festgestellt werden, was diese für eine hundertprozentige Funktion benötigen. Die Gestaltung der Ernährung beeinflusst die Gelenkgesundheit maßgeblich. Bekommen die Körperregionen nicht das, was sie brauchen, bauen sie ab und können ihre Aufgabe immer weniger gut erledigen. Bei einiger einseitigen Ernährung fehlen dem Körper Mikronährstoffe, die der Organismus nicht selbstständig herstellen kann. Die folgende Tabelle zeigt verschiedene Lebensmittel, die bei einer gesunden und gelenkfördernden Ernährung nicht fehlen dürfen:

Lebensmittel Nutzen
Fisch Enthält essentielle Omega-3-Fettsäuren, die der Körper nicht herstellen kann. Sie wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd
Erdnüsse, Milch, Sojabohnen, Sellerie Enthalten viel Vitamin E, auch als Rheuma-Vitamin bekannt
Natives, Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl, Sesamöl oder Distelöl Gelten als wichtige Fett- und Vitamin E-Lieferanten
Hirse Trägt zur Regeneration der Knorpelmasse bei Enthalten knorpelschützende Stoffe.
Lauchgemüse, Knoblauch und Zwiebeln In Lauchgemüse ist u.a. der Wirkstoff Diallyl Sulfat enthalten, der durch seine knorpelerhaltende Wirkung bekannt ist

Der Knorpel in Gelenken benötigt eine ununterbrochene Versorgung mit bestimmten Nährstoffen, um funktionsfähig zu bleiben. Die Nährstoffe werden über die Nahrungsaufnahme ins Blut aufgenommen und von dort aus in die Gelenkflüssigkeit transportiert. In der Gelenkflüssigkeit sind Eiweiß, Zucker und Mineralstoffe enthalten. Zu den wesentlichen Gelenkbausteinen zählen folgende Stoffe:

  • Chondroitinsulfat

  • Glucosaminsulfat

  • Hyaluronsäure

  • Kollagenhydrolysat

Alle vier Bausteine sind in der Lage größere Mengen Wasser zu binden. Durch diesen Effekt werden die Gelenke quasi geschmiert und der reibungslose Bewegungsablauf garantiert. Sobald die erwähnten Bausteine in zu geringen Mengen zur Verfügung stehen, leidet die Elastizität. Kommt es zu einer mangelhaften Nährstoffversorgung wird der Knorpel nicht ausreichend versorgt. Das Ergebnis: er baut sich ab. Mit den Folgen sind leider viele Menschen konfrontiert. Sobald der Knorpel zerstört ist, reiben die Knochen direkt aufeinander, weil der wichtige Puffer (Knorpel) fehlt. Schmerzen lassen nicht lange auf sich warten. Der richtigen Ernährung ist deshalb höchste Aufmerksamkeit zu schenken.

Über eine gesunde, ausgewogene und bewusste Ernährung werden dem Organismus in der Regel alle Nährstoffe bereitgestellt, die Gelenke benötigen. Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine sowie sekundäre Pflanzenstoffe sind dabei ausreichend vorhanden. Problematisch wird es bei Menschen mit chronischen Gelenkschmerzen. Hier liegt meist eine Unterversorgung vor. Einige Experten empfehlen in diesem Fall die Einnahme geprüfter Nahrungsergänzungsmittel. Diese sollen die vier oben aufgeführten Bausteine Hyaluron, Collagen, Glucosamin und Chondroitin im natürlichen Gleichgewicht enthalten und damit die Knorpelversorgung optimal gewährleisten.

Bewegung ist gleichermaßen wichtig

Eine ausgewogene und auf die Gelenkgesundheit ausgerichtete Ernährung allein, kann die Schmerzfreiheit aber nicht garantieren. Erst durch regelmäßige körperliche Bewegung werden die wertvollen Nährstoffe dort hin transportiert, wo sie gebraucht werden: zum gefäßfreien Knorpel. Der Knorpelstoffwechsel kann bildlich betrachtet mit einem Schwamm verglichen werden. Beim Bewegen werden die Knorpel in den Gelenken leicht zusammengedrückt, bei Entlastung gehen sie wieder in die entspannte Form zurück. Durch diesen Vorgang werden frische Nährstoffe ins Innere der Knorpel befördert. Sobald die Belastung endet, werden die Flüssigkeiten in die Gelenkspalten zurückgespült.

Auf dem Weg werden Abbauprodukte vom Knorpel mit der Flüssigkeit weggespült, anschließend über die Gelenkinnenhaut aufgenommen und ans Blut abgegeben. Damit ist der Abtransport der Abbauprodukte gesichert. Der Pumpenmechanismus bei einem gesunden Wechsel zwischen Be- und Entlastung ist für die Nährstoffversorgung der Gelenke gleichermaßen entscheidend, wie die richtige Ernährung. Übergewicht ist neben einer schlechten Ernährung und zu wenig Bewegung eine der stärksten Feinde von Gelenken. Jedes Kilo zu viel belastet sie unnötig und sollte deshalb vermieden beziehungsweise schnellstmöglich abgebaut werden.