Dieses lebensbedrohliche Ereignis kann augenblicklich alles verändern, auch das Leben der Familie der Betroffenen. Jährlich sterben in Deutschland durchschnittlich 50.000 Patienten am Herzinfarkt. Bei Denjenigen, bei denen das erste Mal glimpfig ausgegangen ist, besteht ein erhöhtes Risiko eines erneuten Herzinfarktes. Die Ursachen, warum bei Menschen immer häufiger Herzerkrankungen diagnostiziert werden, liegen vor allem in unserer ungesunden Lebensweise und mangelnden Bewegung im Alltag. Deshalb sind Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen im höheren Alter, besonders bei Vorbelastungen, lebenswichtig.

Herzinfarkt – bei ersten Alarmsignalen sofort reagieren

Je früher ein unmittelbares Herzinfarktrisiko erkannt wird, desto größer die Behandlungs- und somit auch die Überlebenschancen. Er ist immer noch die Todesursache Nummer eins in Deutschland unter der erwachsenen Bevölkerung und darf keinesfalls unterschätz werden. Die Anzahl der sogenannten akuten kardiovaskulären Erkrankungen steigt. Wie kündigt sich ein Herzinfarkt also an? In den häufigsten Fällen wird über intensive, stechende Schmerzen im Brustbereich beklagt, die plötzlich auftauchen und nach einiger Zeit nachlassen. Die starken Schmerzen in der Brust können aber auch ausbleiben. Stattdessen kann ein Herzinfarkt durch andere, sogenannte atypische Symptome gekennzeichnet werden. Auch ein einfaches Unbehagen und eine Störung des Herzrhythmus können die Vorboten eines Herzinfarktes sein. Das Heimtückische an dieser Erkrankung ist, dass sie sich auch unter anderen Symptomen maskieren kann, was die genaue Diagnose erschwert. Die nachfolgende Zusammenfassung soll die bisher bekannten ersten Anzeichen sowie die typischen Symptome aufzeigen.

  • Intensive stechende Schmerzen im Brustkorb

  • Nachlassende Schmerzen hinter der Brust im Ruhezustand

  • starke Beklemmungs- und/oder Angstgefühle

  • Schmerzen im Oberbauchbereich und Atemnot

  • Schmerzen im Nacken-, Arm-, Rücken- und Schulterbereich

  • Kurzatmigkeit, Blässe und Schweißausbrüche (sogenannter kalter Schweiß)

Unspezifische Symptome, die oft von den Betroffenen selbst berichtet werden

  • Engegefühl in der Brust

  • Permanenter Druck auf den Brustkorb

  • Periodisches Kribbeln im linken Unterarm

  • Sodbrennen

  • Häufige Übelkeit und Kreislaufbeschwerden

  • Kieferschmerzen

Je unspezifischer die Symptome, desto schwieriger für die Betroffenen die Anzeichen richtig zuzuordnen, was das Risiko, die ersten signifikanten Alarmsignale zu ignorieren erhöht. Erst nach einer umfassenden medizinischen Untersuchung kann die Gewissheit über den Zustand des Betroffenen gewonnen und entsprechende Behandlungsmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden. Aus diesem Grund gilt:

Selbst beim geringsten Verdacht auf einen Herzinfarkt nicht warten, sondern sofort den Notruf (Tel.Nr: 112) wählen. Jede Minute zählt.

Frauen zeigen oft andere Symptome als die eines Mannes

Zwar wird der Herzinfarkt (Myokardinfarkt) als Männerkrankheit angesehen, doch sind auch Frauen häufig davon betroffen. Die Unterschiede liegen insbesondere im Auftreten der Symptome. Auch Frauen klagen über stechende Schmerzen in der Brust bis zum dem Ausstrahlen in weitere Körperregionen. Allerdings berichtet vor allem das weibliche Geschlecht immer häufiger zusätzlich über Rücken- oder Nackenschmerzen, Kiefer- und Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Übelkeit und Beschwerden im Oberbauchbereich. Es kann auch vorkommen, dass man Sodbrennen ähnliche Beschwerden hat, die von Schwäche, Übelkeit und konstanten Schmerzen in der Brust oder im linken Arm begleitet werden. Besonders die unspezifischen Symptome, wie ein leichtes Taubheitsgefühl in den Armen, anhaltende Müdigkeit, Verdauungsstörungen und immer wiederkehrende Kurzatmigkeit darf keinesfalls verharmlost werden. Deshalb kann ein Herzinfarkt bei Frauen viel zu lange unentdeckt bleiben. Die Symptome bei Männern zeigen dagegen eher ein klassisches Bild und können deshalb bei rechtzeitiger Erkennung schneller und präziser diagnostiziert werden.

Die häufigsten Ursachen für einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt)

Bei einem Herzinfarkt wird eines der Blutgefäße des Herzmuskels durch einen Thrombus blockiert. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels unterbrochen. Tritt dieser Fall ein, so besteht die Gefahr, dass der betroffene Bereich des Herzmuskels abstirbt. In medizinischer Fachsprache bezeichnet man diesen Prozess als Nekrose. Die Bildung eines solchen Thrombus ist die häufigste Hauptursache bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese Pathologie wird begünstigt durch:

  • Erhöhte Cholesterinwerte infolge eines Übergewichts

  • Falsche Ernährung

  • Bluthochdruck

  • Rauchen

  • Diabetes mellitus

  • Bewegungsmangel

  • Stress und belastende Lebensereignisse

Risikofaktoren eliminieren – Herzinfarkt vorbeugen

Die Prävention gegen einen Herzinfarkt liegt größtenteils in unseren eigenen Händen. Zwar unterliegen viele Menschen einem hohen Herzinfarkt-Risiko, jedoch kann es durch effektive Maßnahmen minimiert werden.

  • regelmäßige Blutdruckkontrollen

  • Mit dem Rauchen aufhören

  • Den Alkoholkonsum drastisch einschränken

  • Fettarme Nahrung und so wenig wie möglich Zucker konsumieren

  • Den Cholesterinspiegel im Normalbereich halten

  • Für mehr Bewegung an der frischen Luft sorgen

  • Stress abbauen

  • Entspannungskurse und spezielle Erholungsprogramme machen