Seit unserer Geburt verrichten unsere Augen eine enorme Arbeit. Sie müssen täglich tausende Dinge wahrnehmen können, uns mit wichtigen Informationen versorgen und hin und wieder mal einige wundervolle, emotionelle und unvergessliche Momente schenken. Es ist ein großes Geschenk eine Sehfähigkeit zu besitzen. Ein gutes Sehen bedeutet Lebensqualität. Allerdings stellen viele Menschen mit den Jahren eine schleichende Verschlechterung ihre Sehschärfe fest. Sobald vom Augenarzt eine Fehlsichtigkeit diagnostiziert wird, können Kontaktlinsen oder eine Brille angeordnet werden. Wann braucht man eine Brille mit Sehstärke?

Wie erkenne ich, ob ich eine Brille brauche?

Die ersten Anzeichen, ob man eine Brille benötigt, lassen sich relativ früh erkennen. Es gibt zahlreiche Indikatoren, die auf eine Sehschwäche hindeuten können. Diese sollten im Rahmen einer Routine-Untersuchung beim Augenarzt genau untersucht werden:

  • Schwierigkeiten beim Lesen

  • Konzentrationsprobleme

  • Gegenstände wirken verschwommen

  • Sehprobleme beim Autofahren

  • Häufige Kopfschmerzen

  • Schwindel

  • Trockene und müde Augen

  • Sehschwäche in der Dunkelheit

  • Häufiges Blinzeln der Augen

Lässt man die obengenannten Symptome unbeachtet, so können auf lange Sicht folgeschwere Augenkrankheiten entstehen, die den Alltag stark beeinträchtigen. Insbesondere im Straßenverkehr kann es durch das verschwommene Sehen zu schweren Unfällen kommen. Aus diesem Grund stellen qualitative Brillen mit Sehstärke eine unerlässliche Hilfe dar, vor allem, wenn es um die Konzentration und Reaktionsgeschwindigkeit geht.

Arten der Fehlsichtigkeit

Bei einer Fehlsichtigkeit geht es nicht um eine Erkrankung der Augen, sondern um ein physikalisches Missverhältnis zwischen der Länge des Auges und dessen Brechkraft. Mit anderen Worten handelt es sich um eine Formabweichung des Auges von der Norm. Die daraus entstandenen Brechungsfehler führen zur eingeschränkten Sehschärfe oder dem unscharfen Sehen. Insgesamt kann eine Brille bei 4 verschiedenen Arten der Fehlsichtigkeit getragen werden.

Brille tragen bei Kurzsichtigkeit (Myopie)

Menschen, die unter einer Kurzsichtigkeit leiden, müssen oft ihre Augen zusammenkneifen, um weitentfernte Objekte schärfer sehen zu können. Ähnlich, wie bei einem Fotoapparat entsteht dadurch der sogenannte Irisblendeneffekt, wodurch die Sehschärfe für einen Moment verbessert und die verblassten Objekte schärfer wahrgenommen werden. Bei einer leichten Kurzsichtigkeit werden grundsätzlich Brillen mit negativen Dioptie-Werten von ca. -1 dpt benötigt. Eine passende Brille kann das Auge dabei spürbar entlasten, um Objekte schärfer erkennen zu können.

Brille tragen bei Weitsichtigkeit (Hyperopie)

Weitsichtige Menschen haben verhältnismäßig einen zu kurzen Augapfel mit zu geringer Brechkraft, was die nahen Objekte unscharf erscheinen lässt. Da bei den Betroffenen der Brennpunkt des Auges hinter der Netzhaut liegt, ist es für das Auge besonders anstrengend den Fokus auf nahe Objekte zu richten. Eine Hyperopie wird deshalb auch als „Übersichtigkeit“ genannt, die mit anstrengender Augenarbeit verbunden ist. Dank einer Brille mit einem positiven Dioptrie-Wert (z.B. +3 dpt) kann eine Hyperopie korrigiert und das Auge bei nahen Objekten entlastet werden.

Brille tragen bei Alterssichtigkeit (Presbyopie)

Bei einer Alterssichtigkeit handelt es sich um eine physiologische Alterung der Augenlinse (Verlust der Elastizität und Verhärtung der Augenlinse) und der damit verbundenen Verschlechterung der Sehkraft. Auch die Fähigkeit des Auges, schnell von Nah- auf Fernsicht umzuschalten, lässt mit steigenden Jahren immer mehr nach. Deshalb brauchen Menschen im Alter ab 55 Jahren oft eine Lesebrille mit einer Sehstärke von insgesamt + 4,25 Dioptien (etwa +2,0 Dioptrien zur Korrektur der Weitsichtigkeit und +2,25 Dioptrien zur Korrektur der Alterssichtigkeit).

Brille tragen bei Hornhautverkrümmung

Bei einer Hornhautverkrümmung handelt es sich um eine meist angeborene Fehlsichtigkeit. Wie der Name bereits verrät, geht es bei dieser Sehschwäche um eine verkrümmte Hornhautfläche, die das auf das Auge einfallende Licht inkorrekt bricht. Dadurch werden die Objekte unscharf oder etwas später wahrgenommen, was bei den Betroffenen häufige Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme und permanentes Zusammenkneifen der Augen hervorruft. Eine passende Brille mit dem entsprechenden Zylinderwert soll diese Unregelmäßigkeit korrigieren.

Heute tragen schätzungsweise über 20 Millionen Bürger eine Brille mit verschiedenen Sehstärken. Ob beim Lesen, beim Autofahren oder bei alltäglichen Routinen – eine Brille nimmt bei die meisten Betroffenen eine große Last ab. Sollte man deshalb die ersten Anzeichen von Sehschwäche verspüren, so wäre ein baldiger Termin beim Augenarzt ratsam. Eine Früherkennung der Fehlsichtigkeit und eine passende Brille würde den Alltag erleichtern.

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